Cikaflogo
Cikaflogo ist eine gelartige Creme und enthält ein Gemisch aus Oligoelementen und Pflanzenderivaten, von denen einige volksheilkundlich - wenn auch nur in anekdotenhaften Berichten erwähnt - bereits von Alters her bekannt sind, deren Eigenschaften aber erst in den letzten Jahrzehnten in diversen experimentellen Studien untersucht wurden.
Die Hauptbestandteile sind:
- Hyaluronsäure (Hyaluronat)
- Aloe barbadensis (Aloe vera)
- Coenzym Q10 (Ubichinon)
- Melaleuca alternifolia (Teebaum Öl)
- Centella asiatica
- Vitamin K (Phytonadion)
Zur Evaluierung der Wirksamkeit dieses galenischen Präparats auf die Wundheilung des Weichgewebes in der Mundhöhle, wurde in der Zahnklinik der staatlichen Universität Mailand-Bicocca eine doppelblinde, randomisierte, klinische Fallkontrollstudie an Patienten mit oralen Ulzerationen infolge aphthöser oder traumatisch bedingter Veränderungen, aufgrund von Parodontopathien oder nach Zahnextraktion durchgeführt. Zur Beurteilung der Wundheilung unter Prüfpräparat bzw. Placebo wurden nach einer Behandlungswoche die Parameter klinischer Eindruck, Blutungen und Schmerzbelastung erfasst.
Ergebnisdiskussion und Schlussfolgerungen
Insgesamt wurden im Rahmen der vorliegenden Studie 72 Patienten der Abteilungen für Kieferorthopädie, Pädodontie, Oralpathologie, Parodontologie und Oralchirurgie der Zahnklinik an der staatlichen Universität Mailand-Bicocca untersucht. Die Ergebnisse fielen gegenüber den Kontrollen in drei Anwendungsbereichen der Studie signifikant aus.
Der Einsatz von Cikaflogo zur Wundheilungsförderung bei den Weichgeweben der Mundhöhle hat sich bereits am dritten Applikationstag als wirksam erwiesen im Hinblick auf die Schmerzlinderung im Falle von oralen Ulzerationen unterschiedlicher Genese (aphthös, traumatisch) sowie hinsichtlich einer besseren und rascheren Vernarbung der Läsionen, die in der Regel nach 4-6 Applikationstagen abgeschlossen war. Die Anwendung der Creme erscheint daher angezeigt sowohl bei erwachsenen Patienten mit traumatischen Läsionen der Mundhöhle durch Biss oder Einwirkung von Teilen beweglicher Zahnprothesen, als auch insbesondere bei pädiatrischen Patienten zur Linderung von Schmerzen und Brennen beim Vorliegen von Aphthen oder bei Läsionen, die durch kieferorthopädische Apparaturen bedingt sind. Das Präparat ist unproblematisch in der Anwendung und wird auch von Kindern gut vertragen.
Postchirurgisch hat sich Cikaflogo als wirksam erwiesen sowohl bei der Schmerzlinderung als auch bei der Blutungseindämmung nach Zahnextraktionen, und zwar bereits innerhalb von drei bis vier Applikationstagen. Cikaflogo linderte somit die Beschwerden nach oralchirurgischen Eingriffen. Bei Parodontopathien führte die Anwendung von Cikaflogo nach Parodontalbehandlung zum Abklingen der Zahnfleischblutungen (Gingivalindex = 0) und erwies sich somit als hilfreich bei der Eindämmung der klinischen Anzeichen von gingivaler Weichgewebsentzündung. Dagegen hatte die Anwendung von Cikaflogo keinen Einfluss auf die Sondierungstiefe, die ein Maß für den Attachmentlevel darstellt. Die antiphlogistischen und antihämorrhagischen Eigenschaften der Arzneimittelkomponenten haben sich somit auch im Hinblick auf die Anwendung bei Gingivalgewebe bestätigt; allerdings konnten keine reparativ-rekonstruktiven Wirkungen auf Ebene des Parodontalgewebes beobachtet werden.
Die Ergebnisse zeigen also, dass Cikaflogo beim Weichgewebe dank seiner unterschiedlichen Bestandteile antihämorrhagisches, analgetisches und antiphlogistisches Potenzial besitzt und den Vernarbungsprozess fördert, wobei es insbesondere zur Schmerzreduktion im Falle von oralen Ulzerationen und nach Zahnextraktionen sowie zur Eindämmung von Blutungen aufgrund von Zahnfleischentzündungen und nach oralchirurgischen Eingriffen beiträgt.
Die komplette Untersuchung wurde im ""Oralchirurgie Journal 1/2005"" veröffentlicht Siehe PDF Datei, und kann auf Anforderung als Sonderdruck zugesandt werden.